Die 10-20-30-Regel: zehn Folien, zwanzig Minuten, 30-Punkt-Schrift
Die 10-20-30-Regel, 2005 von Risikokapitalgeber Guy Kawasaki bekannt gemacht, besagt: Ein Pitch sollte 10 Folien haben, höchstens 20 Minuten dauern und keine Schrift kleiner als 30 Punkt verwenden. Sie zwingt dich, dich aufs Wesentliche zu beschränken. Nutze sie als Standard für Pitches und kurze Vorträge, und weiche bei Unterricht, Datenreviews und Präsentationen zum Selbstlesen davon ab.
10 Folien
Kawasaki argumentierte, dass ein normaler Mensch in einem Meeting nicht mehr als zehn Konzepte aufnehmen kann. Seine Liste für einen Start-up-Pitch umfasst nach einer Titelfolie: das Problem, dein Wertversprechen, die Technologie dahinter, das Geschäftsmodell, den Go-to-Market-Plan, den Wettbewerb, das Team, Prognosen und wichtige Kennzahlen sowie deinen aktuellen Stand und die Mittelverwendung.
20 Minuten
Auch wenn eine Stunde angesetzt ist: Präsentiere zwanzig Minuten. Meetings fangen zu spät an, die Technik streikt, und der wertvollste Teil ist das Gespräch danach.
30-Punkt-Schrift
Kein Text kleiner als 30 Punkt heißt: Ein ganzer Absatz passt nicht auf eine Folie. Du musst dein Material also kennen und frei vortragen, statt abzulesen. Kawasakis Faustregel: Nimm das Alter der ältesten Person im Publikum und teile es durch zwei, dann hast du deine Schriftgröße.
Warum sie funktioniert
- Sie erzwingt Entscheidungen. Zehn Folien heißt festzulegen, was zählt, und das ist schon der größte Teil der Arbeit.
- Sie lässt Raum für Fragen, und dort fällt die Entscheidung tatsächlich.
- Die Folien unterstützen dich beim Vortrag, statt dich zu ersetzen.
Wann du sie brechen solltest
| Situation | Was du stattdessen tust |
|---|---|
| Unterricht oder Schulung | Mehr Folien mit je einem Schritt; die Zeit gibt der Unterricht vor. |
| Datenreview | Weniger, dichtere Folien, die ihr diskutiert; kleinere Beschriftungen in Diagrammen sind in Ordnung. |
| Präsentation zum Selbstlesen | Kleinere Schrift ist in Ordnung, weil sie niemand quer durch den Raum liest; bleib bei einer Idee pro Folie. |
| Visuelle Keynote | Viele schnelle Folien mit je einem Bild oder einer Zahl. |
Die Regel mit DeckLume anwenden
- Bitte im Briefing um zehn Folien, und DeckLume plant eine Geschichte in zehn Folien.
- Heb zusätzliches Material als Detailkarten auf, die nicht mitzählen, bis jemand danach fragt.
- Präsentiere mit Timer in der Referentenansicht, um unter zwanzig Minuten zu bleiben.
Pitch mit 10 Folien für [Firma], 20 Minuten Redezeit. Sehr wenig Text pro Folie, große Schrift, Titel mit Aussage. Problem, Lösung, Warum jetzt, Markt, Traktion, Geschäftsmodell, Wettbewerb, Team, Finanzierungsbedarf. Weitere Details in Detailkarten.
Prompt ausprobierenFragen
Wer hat die 10-20-30-Regel erfunden?
Guy Kawasaki, Risikokapitalgeber und früherer Apple-Evangelist, hat sie 2005 in einem Blogbeitrag über Pitches vor Investoren beschrieben.
Ist die 10-20-30-Regel noch aktuell?
Ja, als Standard für Pitches und kurze Vorträge. Das Prinzip (weniger Ideen, weniger Zeit, besser lesbare Folien) gilt auch dann, wenn die genauen Zahlen nicht zu deiner Situation passen.
Gilt die 30-Punkt-Regel auch für Präsentationen, die ich per E-Mail verschicke?
Weniger streng. Es geht um Lesbarkeit aus der Entfernung. Eine Präsentation, die am Bildschirm gelesen wird, verträgt kleinere Schrift, auch wenn große Schrift auf dem Smartphone weiterhin hilft.
Deine nächste Präsentation beginnt mit einem Satz.
Beschreib sie, häng an, was du hast, und erhalte eine fertige Präsentation in deinem eigenen Stil. Den kostenlosen Tarif kannst du behalten, solange du willst.
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